Was möchten Sie finden?

Herzlich willkommen auf der Homepage des HAV-Repetitoriums für Referendare.

 

Unter Mitwirkung der Hamburger Anwaltschaft und der überregional tätigen Kanzleien bietet der Hamburgische Anwaltverein e.V. (HAV) ein eigenes Repetitorium für Referendarinnen und Referendare an. Es richtet sich vornehmlich an Referendare aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen, ist aber für Referendare aus Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern geeignet. Die Kurse finden zentral in Hamburg in den Schulungsräumen des HAV im Ziviljustizgebäude statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen begrenzt.

Das Team besteht aus erfahren Dozenten und ehemaligen Prüfern, die primär als Praktiker in der Anwaltschaft, der Richterschaft oder als Notare in Hamburg tätig sind und zugleich einen besonderen Bezug zu Lehre und Wissenschaft haben. In den Kursen geht es vordringlich darum, zunächst Strukturen anhand systematischer Gesetzesableitung aufzuzeigen, um diese anschließend anhand aktueller Gerichtsentscheidungen zu vertiefen. Denn nichts anderes wird von Praktikern und von Kandidaten im  2. Examen als „theoretisches Praktikerexamen“ erwartet. Unter Zeitdruck soll methodisch Wesentliches von Unwesentlichem getrennt und unbekannte Fälle schwerpunktorientiert juristisch gelöst werden.

Die Erfahrung zeigt, dass Klausuren im 2. Examen häufig schlechter bewertet werden, weil auswendig gelernte Formulierungen, Gerichtsentscheidungen oder sogenannte Notfalllösungen zusammenhanglos aneinandergereiht werden. Ein erfahrener Prüfer lässt sich durch derartige Lösungen nicht täuschen und erkennt schnell, ob ein Kandidat die maßgebliche Struktur verstanden hat oder nicht.

Zwar ist es hilfreich, die aktuelle Tendenz der Rechtsprechung in einer Rechtsmaterie zu kennen. Es ist jedoch nicht zielführend, in jedem Rechtsgebiet mit einer Vielzahl von Entscheidungen überfrachtet zu werden und dabei darauf zu hoffen, einen „Glückstreffer“ zu landen. Das gilt insbesondere, weil Prüfungsämter Gerichtsentscheidungen oft abwandeln, so dass der vermeintliche Wiedererkennungswert trügerisch ist. Die Kenntnis der Rechtsprechung ist notwendig und ihre Einarbeitung in Klausuren sinnvoll – aber nur in Verknüpfung mit der grundlegenden Systematik. Genau hier setzen die vom HAV angebotenen  Kurse an, damit die Rechtskenntnisse aus dem 1. Examen in die Formvorgaben des 2. Examens „transferiert“ werden können.